Beratung - Sachverständigenbüro
Hotel- und Gaststättengewerbe
Dipl. Kfm. Ulrich Linser

Das Beratungsunternehmen im Hause des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Hessen e.V.
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Die entscheidenden Fehler werden beim Einstieg gemacht!


Nicht nur in der gegenwärtigen Krise, auch in den vergangenen Jahren mussten viele gastronomische Betriebe ihre Pforten schließen oder wechselten den Betreiber. Bedauerlicherweise ist die Branche in der Öffentlichkeit, besonders bei den Geldgebern/Banken nicht gut angesehen. Obwohl gerade das Gastgewerbe, selbst in diesen schwierigen Zeiten einen Ausbildungs- und Beschäftigungsmotor darstellt. Nicht zu übersehen ist dabei, dass der Schaden auch für die Betroffenen in der Regel beträchtlich ist. Was sind die Ursachen und wie kann man ihnen begegnen?

Wer wie wir hauptberuflich damit beschäftigt ist, Ursachenforschung zu betreiben und Lösungen zu finden, wird feststellen, daß die entscheidenden Fehler, die früher oder später zum Scheitern einer Existenz führen, oft beim Einstieg in die Selbständigkeit gemacht werden oder dann, wenn es um die großen und grundsätzlichen betrieblichen Entscheidungen geht !

Im Fall der Existenzgründung ist dabei an Fragen zu denken wie die, ob man einen angebotenen Betrieb - aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet - überhaupt übernehmen sollte. Ob beispielsweise die Pacht sich erwirtschaften lässt, ob die Investitionskosten angemessen, oder die eigenen Umsatzerwartungen realistisch sind. Bei bestehenden Betrieben steht häufig die Frage nach Modernisierungs- oder Erweiterungsinvestitionen an oder die, wie der Generationswechsel innerhalb der Familie vonstatten gehen kann.

So grundlegend diese Fragestellungen auch sein mögen, häufig entscheiden hier eher Emotionen statt Kalkül:

Da darf der Nachbar oder Freund, seines Zeichens Architekt, auch ohne jede Erfahrung auf diesem Sektor, die Hotelerweiterung ausführen, da baut man seine Finanzierung auf eher überschlägige Kostenschätzungen auf, um hinterher vor einer Finanzierungslücke zu stehen, die keine Bank mehr zu füllen bereit ist oder vor einem Kapitaldienst, der selbst bei guter Auslastung nicht mehr erbracht werden kann. Da muss, wer den elterlichen Betrieb übernehmen will, hohe Zahlungen an seine Geschwister leisten, die später zu Belastungen führen, die den Fortbestand des Betriebes endgültig gefährden.

Da lässt man sich verleiten von den angeblich "guten Zahlen", die ein Betrieb in der Vergangenheit "geschrieben" hat, willigt ein in Abstandszahlungen oder eine hohe Miete oder Pacht, ohne sich zu fragen, ob die Ertragskraft des Betriebes denn auch groß genug sein wird, die sich daraus ergebenden, später in ihrer Höhe nicht mehr zu verändernden (weil fixen) Kosten zu tragen.

Diese Aufzählung fehlgeleiteter Entscheidungen könnte beliebig fortgesetzt werden. Ihnen allen gemeinsam ist eines: Man hätte sie vermeiden können !

Wie? Durch die rechtzeitige Befragung eines auf die Branche spezialisierten Fachberaters. Haben Sie selbst Beratungsbedarf? Nehmen Sie Kontakt mit unserem Büro auf, wir helfen Ihnen gerne.


15 Fragen zum Betriebs-Check-up
1. Sind Sie mit der Ertragslage Ihres Betriebes zufrieden ?
2. Sind Sie sicher, das Umsatzpotential Ihres Betriebes voll auszuschöpfen ?
3. Sind Sie sicher, mit Ihrem Leistungsangebot die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Gäste auch in der Zukunft erfüllen zu können ? Kommen auch junge Gäste in Ihren Betrieb ?
4. Konnten Sie in den vergangenen Jahren in Ihren Betrieb investieren, um so "auf der Höhe der Zeit" zu bleiben ?
5. Gelingt es Ihnen, genügend Vorsorge für das Alter zu treffen ?
6. Liegt Ihre Wareneinsatzquote unter 32 Prozent ?
7. Sind Sie sicher, keine "Lücken" im Warenkreislauf zu haben ?
8. Liegen Ihre Personalkosten (ohne Unternehmerlohn) unter 35 % vom Umsatz ?
9. Haben die anlagebedingten Kosten Ihres Betriebes (vor allem Mieten/Pachten und / oder Zinsen) einen Umsatzanteil von unter 25 Prozent ?
10. Ist das Verhältnis zu Ihrem Vermieter / Verpächter problemlos ?
11. Können Sie ohne Zögern mit Sicherheit sagen, wie hoch die Fremdmittelbelastung Ihres Betriebes ist ? (und welche jährlichen Kosten sich daraus für Sie ergeben ?)
12. Ist Ihr Kontokorrent stabil und das Verhältnis zur Hausbank ungestört ?
13. Gelingt es Ihnen, Ihre Kredite planmßig zu tilgen ?
14. Wenn Sie Pauschalangebote kalkulieren, sei es im Bankettbereich oder auch in der Zimmervermietung, kennen Sie Ihre kurzfristige Preisuntergrenze ?
15. Sind Sie mit den wichtigsten wirtschaftlichen Eckdaten Ihres Betriebes vertraut ? Können Sie auf Anhieb die wichtigsten nennen ?

P.S.: Haben Sie einen bestehenden Betrieb? Sie können diese Checkliste als PDF-Datei herunterladen, ausfüllen und uns per Mail: linser@betriebsberatung-hoga.de oder per Fax: 0611/30 49 65 zuschicken.


Unser auf das mittelständische Gastgewerbe spezialisierte Büro kann Ihnen helfen, sich für die Anforderungen der Zukunft zu rüsten. Staatliche Fördermittel können beantragt werden. Fragen Sie nach den aktuellen Konditionen der Beratungsförderung. Wir schicken Ihnen gerne unverbindlich unsere Informationsbroschüre zu.